Was ist ein Tennisarm?

Gute Frage, man hört diesen Begriff ja doch recht häufig. Also, was ist ein Tennisarm eigentlich? Ein Tennisarm ist eine Person, die durch zu viel Tennis spielen verarmt ist. Nein, das ist natürlich alles nur Quatsch. Wenn man es einfach ausdrücken will, dann ist dieser Zustand vielmehr eine Reizung des Ellenbogengelenks. Übrigens ist der Tennisarm eine anerkannte „Erkrankung“. So, und wie immer gibt es eine ganze Reihe von Synonymen für diesen Begriff und natürlich auch einen medizinischen Fachausdruck, nämlich: Epicondylitis. Andere Ausdrücke, die man oft hört oder liest, sind:

  • Epikondylopathie
  • Epikodylose
  • Epikondyalgie
  • Golfarm
  • Golferarm

Der Chapmanns Erklär-Dackel hat eine Illustration gefunden, die schön aufzeigt, was und wo sich da alles im Ellenbogengelenk abspielt. Ist zwar auf Englisch, aber trotzdem ganz gut zu verstehen:

Wie bekommt man einen Tennisarm?

 Nun, in der Regel bekommt man diese schmerzhafte Reizung durch Überbeanspruchung des Gelenks. Oder dann, wenn man einen eher ungewohnte Bewegungsablauf relativ häufig über eine kurze oder lange Zeitspanne ausführt. Hier einige Beispiele:

  • Schlagsportarten, wie Tennis, Tischtennis oder Badminton
  • Hämmern, vor allem dann, wenn man es einfach nicht gewöhnt ist
  • Tätigkeiten im oder rund um das Haus; Gartenarbeit wird in diesem Zusammenhang oft erwähnt
  • Wenn man zulange am Computer arbeitet (Tippen, Maus klicken, etc.)

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum man das Ding umgangssprachlich fast ausschließlich „Tennisarm“ genannt wird. Nun, man assoziiert diesen Begriff einfach häufig mit professionellen Tennisspielern, die sich eben unter Umständen mit dieser Geschichte herumplagen müssen. Durch das ständige Trainieren und die oft exzessive Beanspruchung des Schlagarms sind Tennisprofis deshalb mehr „gefährdet“ als andere. Aber wie gesagt, man kann einen Tennisarm auch als Nicht-Sportler bekommen. Oh, und übrigens gibt es auch Fälle, in denen manche Menschen durch einen extrem gebeugte Armhaltung, während des Schlafes – auch bekannt als „auf dem Arm liegen“ – daran erkranken können.

Was tun bei Tennisarm?

Diesbezüglich gibt es eine ganze Reihe verschiedene Therapieansätze. In den wenigsten Fällen ist eine Operation notwenig – und das ist gut so, der Chapmanns Erklär-Dackel mag nämlich keine OPs. Meistens kann man einen Tennisarm durch Ruhigstellen des Unterarmes wieder in den Griff bekommen. Dies kann durch Armschlingen, Schienen, Bandagen unterstützt werden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Salben, wie zum Beispiel „Diclofenac“, die schmerz- als auch entzündungshemmend sind.

Sollte man durch diese Methoden den Tennisarm allerdings nicht in den Griff bekommen, dann sollte man unbedingt medizinischen Rat einholen. Gerade dann, wenn der Zustand länger andauert, muss ein Arzt sich die Sache genauer ansehen. Möglicherweise wird zu einer physiotherapeutischen Therapie geraten.

Champmanns Erklär-Dackel Tipp: Man hört immer wieder von teilweise recht seltsamen Behandlungsmethoden, und meiner Meinung nach sollte man davon Abstand halten. Wie bereits oben erwähnt, lässt sich ein Tennisarm meistens recht schnell durch Ruhehaltung und Stabilisierung wieder in den Griff bekommen. Oder eben im Zweifelsfall eben einen Arzt aufsuchen!

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